Praktisch alle uns heute bekannten Völker haben im Laufe ihrer Geschichte eigene Formen von Horoskopen entwickelt. Und obwohl es keine eindeutigen Hinweise auf ein eigenständiges kel- tisches Horoskop gibt, erscheint es vor dem menschheitsgeschichtlichen Hintergrund unlogisch, dass ausgerechnet die Kelten als eines der über viele Jahrhunderte in Europa vorherrschenden Völker gerade diese besondere Entwicklung nicht gemacht haben sollen.

Leider ist sich die Fachwelt weitgehend uneins, was den Ursprung des keltischen Baumhoroskopes betrifft. Einige Historiker vermuten ihn in den frühen keltischen Steinkrei- sen des ersten Jahrtausend vor Christus, andere Quellen weisen auf einen Zusammenhang mit der im 17. Jahr- hundert in Europa vorherrschenden Kelten-Euphorie hin. Aber es gibt noch eine weitere, sehr abenteuerliche Spur, welche die keltischen Horoskope direkt in unsere Gegen- wart versetzt:

Jahreshoroskop 2018 : Worauf sollten Sie 2018 achten? Was wird sich positiv verändern? Entscheidungen richtig treffen.

Bei Quellenrecherchen aufgrund eines Lizenzstreits über ein von ihm heraus gegebenes Buch stieß der Göttinger Verleger Bert Schlender nach langen Umwegen über alte verschlafene Klöster in einem veralte- ten polnischen Buch über Gartenbau (!) auf eben die von ihm verlegten Texte. Seinerzeit hatte er viel Geld für die vorgeblichen Übersetzungen “streng geheimer Originalmanuskripte” eines ominösen orthodoxen Ordens bezahlt, und in dem Gartenbaubuch fand er genau Diese mit der Verfasserangabe “Marie Claire” wieder. Hinter diesem Namen verbarg sich jedoch niemand anderes als die bekannte französische Modezeitung gleichen Namens.

Anfang der siebziger Jahre erlebten ethnische Besonderheiten aller Art einen besonderen Boom, weshalb die Zeitschrift “Marie Claire” dem allgemeinen Trend folgend bei der Kulturjournalistin Paule Delsol auf Basis des bekannten kulturhistorischen Wissens verschiedene “historische” Horoskope in Auftrag gab. Auf Basis ihrer fundierten Fachkenntnisse und nach umfangreichen Recherchen in alten Überlieferungen, entwarf Madame Delsol mit viel Gespür für die Gedanken- und Gefühlswelt des Keltenvolkes das “Horoscopes Gaulois”, die reale Grundlage fast aller heute verwendeten keltischer Baumhoroskope.

Alle so genannten Traditionen haben eines Tages mit ei-
nen einzigen Ereignis begonnen. Dies gilt für die “echten alten” Horoskope genau so, wie für eben jenes “neue alte” keltische Baumhoroskop. In diesem speziellen Fall sind
die Deutungen zudem in einer charmanten Mischung aus ethnischer Fachkenntnis und den Methoden der modernen Wissenschaft erstellt worden, und es gibt keinen Grund,
ihnen deshalb weniger Glauben zu schenken, wie den anderen heute gebräuchlichen Horoskopen.

Wie auch immer, es ist auf jeden Fall bekannt und gesi- chert, dass die Kelten von jeher den Bäumen eine ganz besondere Bedeutung beimaßen. Die Eiche galt bei den Kelten als oberster Baum, außerdem war das willkürliche Fällen eines Baumes unter strenge Strafe gestellt. Auch wurde eine Reihe von Bäumen als Attribute keltischer Götter verehrt, was sich ja auch bei den Runen wiederspie- gelt. Zudem gab es in jedem Wald geheiligte Baumhaine, in denen die Druiden (sinngemäß übersetzt “Eichen-Kundige”) zu bestimmten Ritualen und Zeremonien, zur Weitergabe von Fachwissen, zum Austausch von Nachrichten, zum Schmieden geheimer Bündnisse oder auch nur ganz einfach für handfesten Klatsch und Tratsch zusammentrafen.

Alle so genannten Traditionen haben eines Tages mit ei-
nen einzigen Ereignis begonnen. Dies gilt für die “echten alten” Horoskope genau so, wie für eben jenes “neue alte” keltische Baumhoroskop. In diesem speziellen Fall sind
die Deutungen zudem in einer charmanten Mischung aus ethnischer Fachkenntnis und den Methoden der modernen Wissenschaft erstellt worden, und es gibt keinen Grund,
ihnen deshalb weniger Glauben zu schenken, wie den anderen heute gebräuchlichen Horoskopen.

Wie auch immer, es ist auf jeden Fall bekannt und gesi- chert, dass die Kelten von jeher den Bäumen eine ganz besondere Bedeutung beimaßen. Die Eiche galt bei den Kelten als oberster Baum, außerdem war das willkürliche Fällen eines Baumes unter strenge Strafe gestellt. Auch wurde eine Reihe von Bäumen als Attribute keltischer Götter verehrt, was sich ja auch bei den Runen wiederspie- gelt. Zudem gab es in jedem Wald geheiligte Baumhaine, in denen die Druiden (sinngemäß übersetzt “Eichen-Kundige”) zu bestimmten Ritualen und Zeremonien, zur Weitergabe von Fachwissen, zum Austausch von Nachrichten, zum Schmieden geheimer Bündnisse oder auch nur ganz einfach für handfesten Klatsch und Tratsch zusammentrafen.